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Neubau Amtsgericht Günzburg Bereits im Architektenwettbewerb für den Neubau des Amtsgerichtes Günzburg wurde die Entwicklung einer in städtebaulicher, gestalterischer, wirtschaftlicher und funktionaler Hinsicht zukunftsweisende Lösung zur Aufgabe gestellt. Dabei wurden anspruchsvolle Zielvorgaben zum energieeffizienten Bauen und zur Nachhaltigkeit berücksichtigt.
An der Nahtstelle zwischen der höhergelegenen Altstadt mit dem anmutenden Schloss, sowie dem westlich angrenzenden Wohn- und Landschaftsraum der Günzaue wurde ein Gebäude erstellt, das sich durch die Geschossstaffelung gut in die vorhandene Topografie einbindet. Die Gliederung dieses Gebäudes resultiert nicht nur aus dem vorhandenen Geländeverlauf, sondern auch aus der aus Sicherheitsgründen funktional notwendigen Trennung der Räume mit unterschiedlichen Sicherheitsanforderungen. Das neue Amtsgericht ist das erste Passivhaus der bayerischen Justiz.
Umbau und Sanierung des ehemaligen Kapuzinerklosters Dillingen Das Kapuzinerkloster wurde in den Jahren 1695 bis 1699 erbaut. Das Ensemble umfasste zur Erbauungszeit die Kapuzinerkirche und den Klostertrakt, an der Südseite der Kirche angeschlossen und um einen quadratischen Hof gruppiert. Alt und neu bilden im Gestaltungskonzept konsequent einen klaren Kontrast. Rahmen aus Sichtbeton markieren dabei den Eingriff in die historische Bausubstanz und akzentuieren den repräsentativen Haupteingang sowie die Anbindung des Klostergebäudes an den Bibliotheksanbau. Sämtliche Ausbaudetails führen als Leitmotiv die für die Kapuzinermönche charakteristische „gebaute Armut“ in einer schlichten und puristischen Architektursprache mit zeitgemäßen Mitteln fort. Die Historie des Ortes soll für die Nutzer erlebbar gemacht werden. Unter anderem finden die Gäste der Akademie in jedem Unterkunftszimmer eine informative Gebäudedokumentationstafel. Zu einem besonderen Erlebnisort wurde der Seminarraum durch seine Situierung im ehemaligen Chorraum der Kirche.
Finanzamt Günzburg Generalsanierung Schlossgebäude - 2. Teilbaumaßnahme Das ehemalige Schloss Günzburg ist ein überregional bedeutsames Baudenkmal. Das markgräfliche Schloss ist das einzige von Habsburgern erbaute Schloss in Deutschland. Durch die beauftragte Bauforschung wurde allerdings festgestellt, dass das Gebäude nicht mehr als Schlossanlage der Renaissance bzw. des Barock zu begreifen ist. Dafür verantwortlich sind gründliche Erneuerungen sowohl des äußeren als auch des inneren Erscheinungsbildes in der Vergangenheit. Neben den grundsätzlichen Funktionsanforderungen eines Finanzamtes ist daher das Ziel des architektonischen Konzepts, die einmal vorhandene architektonische Qualität des Gebäudes wiederherzustellen. Da keine barocken Fassadenmalereien mehr existieren, wird eine Neuinterpretation der bisher monoton wirkenden Wandflächen realisiert. Im ersten Bauabschnitt wurde außerdem als neue Zeitschicht vor die wieder geöffneten Hofarkaden im Westflügel eine zweigeschossige Glasfassade gestellt, die die neue Eingangssituation bildet.
Akademie für Lehrerfortbildung und Personalführung (ALP) in Dillingen - Neubau MINT-Zentrum Auf dem Gelände des denkmalgeschützten ehemaligen Kapuzinerklosters in Dillingen, heute einer der Standorte der ALP, ist die Errichtung eines MINT-Zentrums geplant. MINT steht zusammenfassend für die Schulfächer aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Die derzeit in den denkmalgeschützten Hauptgebäuden untergebrachten Fachräume, unter anderem für Physik und Chemie, werden den heutigen Anforderungen an moderne Lehr- und Lernumgebungen in ihrer technischen Ausstattung nicht mehr gerecht. Der geplante Neubau soll den spezifischen Anforderungen naturwissenschaftlicher und digitaler Bildung entsprechen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Integration eines IT- und E-Learning-Bereichs, der neue Formen der Zusammenarbeit und Wissensvermittlung unterstützt. Das Gebäude soll im Passivhausstandard als Holz(hybrid)bau mit einer Dachbegrünung in Kombination mit PV-Elementen sowie unter Verwendung von alternativen Energieträgern zur Wärmeerzeugung realisiert werden.
Wasserwirtschaftsamt Donauwörth - Ersatzneubau der Flussmeisterstelle in Günzburg Die Flussmeisterstelle befindet sich am nördlichen Rand von Günzburg im Auwaldgebiet am Donau-Ufer. Die Bestandsgebäude sind zum großen Teil in einem schlechten Zustand und nicht mehr praktikabel. Daher sollen sie durch einen Neubau ersetzt werden. Zum Raumprogramm gehören Büroflächen sowie Werkstätten, Lager- und Garagenflächen. Der Neubau besteht aus zwei Gebäudeteilen: dem Bürogebäude und dem Hallengebäude. Die Zufahrt erfolgt von Norden, im Süden schließt die Donau an. Zur Sicherstellung des Hochwasserschutzes wird das Grundstück auf ein hochwassersicheres Niveau angehoben. Beide Gebäude werden in Holzbauweise mit Flachdach, Ausführung als extensives Gründach mit Photovoltaikmodulen, erstellt, nur der Erdgeschossteil der Garagenfläche wird als Massivbau gefertigt. Beide Gebäudeteile erhalten umlaufend eine vorgehängte Holzfassade mit stehenden Holzschalungsbrettern. Das Bürogebäude soll als Passivhaus errichtet werden. Der Baubeginn ist Ende 2027 geplant.
Polizei Dillingen - Sanierung und Umbau zweier zusätzlicher Gebäude Für die Erweiterung der Polizei Dillingen, die sich in direkter Nachbarschaft zum Grundstück der Maßnahme befindet, werden zwei Bestandsgebäude saniert und umgebaut. Die Gebäude, in denen ursprünglich das Proviantamt mit angegliedertem Krankenstall untergebracht waren, wurden erst als Forstdienststelle umgebaut und dann vorübergehend erst als Teil des Vermessungsamtes und dann als Teil der Finanzkasse genutzt. Seit 2012 stand die Liegenschaft leer. Das zweigeschossige Hauptgebäude ist als Baudenkmal geführt. Die gesamte Liegenschaft befindet sich im Bereich des Ensemble Altstadt Dillingen. Im Hauptgebäude werden Büros, im Nebengebäude Büros, ein Besprechungsraum, eine Werkstatt und ein Montageraum untergebracht. Ein neuer verglaster Eingangsbereich verbindet die beiden Gebäudeteile. Als verbindendes Element zum benachbarten Polizeigebäude ist ein offener Verbindungsgang mit begrüntem Flachdach vorgesehen.