PRESSEMITTEILUNG 59/2021

Krumbach, den 29.09.21

Bayerische Klimawochen vom 27.09.21 bis 03.10.2021 - Artenschutz leicht gemacht

Der Natur- und Artenschutz ist den Menschen in Bayern ein echtes Herzensanliegen. Das hat das Volksbegehren "Rettet die Bienen" vor zwei Jahren gezeigt. Die Staatsregierung hat mit dem Runden Tisch und dem Versöhnungsgesetz dieses Anliegen aufgenommen und einen Werkzeugkasten "Artenschutz leicht gemacht" erstellt. Gerade in Zeiten des massiven Flächenverbrauchs und intensiven Landwirtschaft werden innerstädtische Lagen immer wichtiger für die Flora und Fauna. Und das schöne ist, jeder kann hier einen Beitrag dazu beisteuern Lebensraum zu schaffen. Egal im Garten des eigenen Hauses oder auf dem Balkon einer Mietwohnung. Mit unseren staatlichen Gebäuden setzen wir die Empfehlungen unserer Fachbroschüre schon heute um und möchten im Zuge der aktuell laufenden Klimawochen Bayern verschiedenen Möglichkeiten zum aktiven Arten- bzw. Klimaschutz anhand unseres Amtsgebäudes in Krumbach aufzeigen. Lassen Sie sich inspirieren.

Sofortmaßnahmen im Bestand

Es bedarf nicht immer große Maßnahmen um seine Anwesen biologisch zu optimieren oftmals reichen auch schon kleine Dinge.

Durch die Umwandlung von Rasen in Blumenwiesen profitieren nicht nur die Insekten, sondern auch Vögel und die verschiedenen Kleinsäuger wie beispielsweise der Igel. Auf den Außenanlagen des Amtsgebäudes haben wir mehrere Blühstreifen mit unterschiedlichen Saatgutmischungen aus gebietseigener Herkunft als Lehrpfad angelegt. Insbesondere die Verwendung des richtigen Saatgutes bietet den bei uns vorkommenden Insektenarten zum richtigen Zeitpunkt eine ausreichende Nahrungsquelle. Neben der Auswahl des Saatgutes ist auch die richtige Pflege entscheidend. Um die Artenvielfalt erhalten zu können, werden die Flächen nur einmal pro Jahr gemäht und nicht gedüngt. Der Verzicht auf jegliche Biozide ist natürlich selbstredend. Da viele Insekten als Ei oder Larve in hohlen Pflanzstängeln überwintern, wird mit der Mahd bis in dem Frühjahr gewartet. Nach der vollständigen Entwicklung und dem Ausfliegen der Insekten kann dann ein neuer Lebenszyklus beginnen.

Weitere Sofortmaßnahmen ist die Installation von insektenfreundlicher Beleuchtung und die Bereitstellung von künstlichen Nisthilfen. Am Staatlichen Bauamt Krumbach fühlt sich neben den Allerweltsarten wie Amsel, Spatz und Meise eine kleine Population an Mauerseglern wohl. Um die kleine Gruppe auch künftig als Gäste begrüßen zu können sind entsprechende künstliche Nisthilfen an den hohen Außenwänden vorgesehen.

Dach- und Fassadenbegrünung als CO2-Staubsauger

Begrünte Dach- und Fassadenflächen stellen einen ökologisch wertvollen Lebensraum für Pflanzen und Tiere dar und wirken sich positiv auf das Regenwassermanagement aus. Das auf den begrünten Dächern gespeicherte Wasser wird durch Verdunstung nach und nach wieder abgegeben und kühlt mittels der Verdunstungskälte die direkte Umgebung ab. Auch das Raumklima in den darunterliegenden Räumen profitiert von der Begrünungsmaßnahme. Im Winter muss weniger geheizt werden und im Sommer sorgt die Pflanzschicht für Kühlung. Folglich kann auch Energie gespart werden.

Neben den Vorzügen für die Flora und Fauna zieht auch der Mensch einen Nutzen aus mehr Grün am Gebäude. Durch die Vegetationsschicht werden kleinste Staubpartikel aus der Luft gefiltert und in der Biomasse eingelagert. Gerade der Feinstaub in unserer Luft ist einer der größten Verursacher des Klimawandels.

Die dargestellten Beispiele stellen nur einen kleinen Ausschnitt der umgesetzten Maßnahmen dar. Zudem bietet das Amtsgebäude noch viele Potentiale zur Optimierung.

Haben Sie Potentiale an Ihrem Eigenheim ausgemacht? Dann schauen Sie doch unter www.stmb.bayern.de/med/aktuell/archiv/2021/210713artenschutz/ bei uns vorbei und bestellen Sie sich unentgeltlich Ihren Werkzeugkasten Artenschutz.

Ansprechpartner:

Staatliches Bauamt Krumbach

Wenninger
Baudirektor

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